Der Start

OC Logo Likedeeler rev02 54a9aAlles fing im Emder Ruderverein mit den Drachenboot an.
2007 würde die erste Drachenbootregatta im Emder Ratsdelft veranstaltet.
Was erst als “Betriebs-Spaß-Sport” auf dem Emder Hafenfest angeboten wurde, entwickelte sich weiter und fand immer mehr Anhänger, die sich für diesen Sport begeisterten.
Mittlerweile ist die Drachenbootsportszene bunt gemischt. Aufgeteilt in Leistungssport, Breitensport oder Funsport.
Bis zu 20 Paddler fahren im sogenannten Standart 10 Bankboot. Aber nicht alle 20 Paddler haben die gleichen Sportlichen Ansprüche. Der eine möchte Leistungssport und ein andere lieber etwas weniger und nicht so verbissen.

Welche Möglichkeiten hat ein Verein sich so aufzustellen, dass für jeden etwas dabei ist.

Ein Drachenboot wird bekanntlich mit einem Stechpaddel gefahren, der Outrigger auch.
Im Drachenboot wird bei der Paddelschlagausführung auf den richtigen Bewegungsablauf geachtet. Eine Kombination aus Körperdrehung, Armstreckung und Beinarbeit.
Beim Outrigger ist der Bewegungsablauf sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass im Boot nach 10 bis 15 Paddelschlägen die Seite gewechselt wird.
Im Drachenboot wird mind. eine Mannschaft von 10 Personen benötigt, um nicht den Spaß am Sport zu verlieren.

Vorteile im Outrigger:
● es kann im 1er, im 2er oder im 6er trainiert werden. Ganz nach Wunsch und Bedürfnis des einzelnen Sportlers
● wird es zeitlich einmal knapp, so kann auf einem Outrigger, das Training nachgeholt oder auch zusätzlich durchgeführt werden.

Genau aus diesen Gründen, hat sich 2012 der Emder Ruderverein den ersten zweier Outrigger zugelegt.

Aber woher stammt eigentlich der Outrigger ?

Hier zur Geschichte des Outrigger (Quelle Wikipedia)

Die Ursprünge der Outrigger oder des Wa’a’s, was aus dem Polynesischem übersetzt Auslegerkanu bedeutet und neudeutsch als Outrigger bezeichnet wird, liegen im westpazifischen Raum. Man vermutet, dass vor über 5000 Jahren, im Chinesischem Meer die ersten Einbäume mit einem Ausleger (polynesisch: Ama) versehen wurden, um sicherer und damit weiter auf’s Meer hinauszupaddeln zu können.

Die Rümpfe konnten dadurch sehr schmal konstruiert werden.So erreichten sie relativ stabil hohe Geschwindigkeiten. Mit Outrigger-Booten war es möglich, die gefährlichen Brandungszonen zu überwinden, wobei sie das Surfen auf der Welle „erfanden“. Das Auslegerkanu ermöglichte die Entdeckung und Besiedlung tausender Inseln und Atolle in der Südsee.

Wahrscheinlich über den Inseln Papua Neuguineas des heutigen Bismarck-Archipels, nahm eines der größten Abenteuer der Menschheit seinen weiteren Lauf. Etwa vor ca. 2500 Jahren gelangten die Polynesier, durch Erhöhung der Seitenwände des Rumpfes und Besegelung der Boote, zu den entferntesten Winkel, wie z.B. zur abgelegenen Osterinsel, bis sie vor etwa 1200 Jahren Neuseeland entdeckten, wo einige Maori-Familien sogar noch heute wissen, wie der Name des Waka ama (Auslegerkanu) hieß, mit dem ihre Vorfahren anlandeten.

Den hervorragenden Fähigkeiten mit Hilfe der Sterne zu navigieren und Inseln förmlich zu riechen oder durch Veränderungen der Wolkenformationen zu orten, war es zu verdanken, dass immer Verbindung auch zwischen sehr weit entfernten Inseln bestand und noch besteht. Zudem ist es ein Irrtum, wenn man glaubt, dass nur große Mannschaftsboote lange Strecken bewältigten konnten. Manche paddelten oder segelten monatelang ganz allein in einem kleinen Auslegerkanu zu neuen oder bekannten Inseln.

 

Die modernen Hochleistungs-Katamarane und Trimarane sowie die großen Doppelrumpf-Fähren haben ihre Ursprünge vom Auslegerkanu.

 

Der heutige Outrigger-Sport


Von Beginn an wurden mit Auslegerkanus Rennen zwischen einzelnen Fischern, Familien oder Dörfern ausgetragen. Später haben Teams benachbarter Inseln sich im Boot gemessen und heute treffen sich Paddler aus der ganzen Welt, um mit diesen Booten Rennen zu fahren.

Der moderne Outrigger(OC)-Sport entwickelte sich auf Tahiti (hier heißen sie Va’a) und Hawaii, wo 1908 der noch heute existierende Outrigger-Canoe and Surfboard Club gegründet wurde. Von dort aus verbreitete sich der Sport in der heutigen Form, über viele polynesischen Inseln hinweg, bis nach Amerika und Australien.

Die Italiener und die Franzosen brachten den Outrigger-Sport (ital: Canoa-Polinesiana, Franz: Pirogue) nach Europa. In diesen Ländern ist die Szene am weitesten entwickelt ist. Mittlerweile paddelt man aber auch in England, Belgien, Schweden und Deutschland OC’s. Weltweit betreiben über 100.000 Paddler OC-Sport, mit einer Steigerung von jährlich etwa 10-15 Prozent.

Die verschiedenen BootsklassenOC Logo Likedeeler rev02 54a9a

Die Ausleger-Boote kann man grob in 4 Kategorien einteilen, wobei es feine Unterschiede vor allem bei den kleinen Kanus gibt. Es werden 1er, 2er, 4er und natürlich die „Königsklasse“ der OC-6 auf Regatten gepaddelt, wenn’s noch schneller gehen soll, kann man zudem zwei 4er oder 6er verbinden.

Bei den 1er und 2er unterscheidet man zum einen die mit oder ohne Steueranlage, sowie Flachwasser bzw. Lagunenboote, außerdem die für die offene See. Dazu gibt es 1er und 2er, wo man im Boot, oder die, wo man draufsitzt, auch Sit on Top’s genannt.

Die modernen Outrigger werden heutzutage kaum noch aus dem Holz des Koa-Baumes gezimmert, es haben sich jetzt Verbundkunstoffe, wie GFK oder Kevlar-Carbon durchgesetzt.

Die 1er sind etwa zwischen 6m und 7m, die 2er zwischen 7m und 8m, die 4er ca. 10m und die 6er etwa 14m lang.

OC-Einer kosten zwischen 1500 und 3000 EUR. Zweier bekommt man ab etwa 3000 EUR. Die großen OC-Sechser (Va’a) kosten etwa 8000 EUR.
QUELLEN Sarbrücker Kanuclub und Wekipedia.

 

Outrigger-Sport im Emder Ruderverein

In Ostfriesland war der Emder Ruderverein der erste Verein, der sich entschieden hat diesen Sport anzubieten und verfügt mittlerweile über verschiedene Bootsklassen.

Im Bootbestand sind:

● 2x Einer Outrigger
● 1x Zweier Outrigger und
● 1x Sechser Outrigger.

 

Diese Boote werden nun unterschiedlich genutzt:

● Für ausgedehnte Wanderfahrten auf dem Emder Stadtgraben
● Als Trainingsergänzung zum Drachenboot
● Sportlich auf Regatten z.B. Ostsee Cup in Warnemünde, Ruiger Hoe auf Rügen, OC 6 Sprint in Bremerhaven oder Viking Legend (Staffelmarathon auf der Schlei)
● Gerne werden aber auch die Ostfriesischen Inseln angefahren, wie Baltrum, Norderney oder Juist

Diese Vielseitigkeit, einen Mannschaftssport und die persönliche Bedürfnisse der Mitglieder, im Wassersport unter einen Hut zu bekommen, finden nach und nach immer mehr Freunde die sich dem Emder Ruderverein anschließen.
Wir, die Likeddeeler, betreiben und betreuen diesen Sport im Emder Ruderverein.
Wenn nun vielleicht die Neugier geweckt wurde und Ihr diesen Sport mal ausprobieren möchtet, dann schreibt doch einfach mal unter:

 

 

Kontakt

Ansprechpartner: Wilfried Meier & Wolfgang Bokker

zum Kontaktformular

 

 

Bis bald vielleicht !
Paddel voraus und Aloha

Wilfried Meier